Kann Onlineberatung im hormonellen und psychosozialen Bereich wirklich gut funktionieren? Kann im Onlinekontakt überhaupt eine stabile Beziehung zur Beraterin aufgebaut werden?

Onlineberatung im hormonellen oder psychosozialen Bereich (Studie: Eichenberg and Aden (2015), „Onlineberatung bei Partnerschaftskonflikten und psychosozialen Krisen. Multimethodale Evaluation eines E-Mail-Beratungsangebots,“ in Psychotherapeut, 60(1), 53-63) kann sehr gut funktionieren und ist heute eine hilfreiche Möglichkeit für viele Menschen mit unterschiedlichen Herausforderungen.

Dabei trifft man sich nicht persönlich, sondern berät sich über das Internet. So kann man ganz bequem von zu Hause aus, ohne lange Wege oder Wartezeiten, mit einem Experten sprechen. Auch im Onlinekontakt lässt sich eine stabile und vertrauensvolle Beziehung zwischen BeraterIn und KlientIn aufbauen. Trotz der fehlenden physischen Präsenz können Wertschätzung, Respekt und Empathie genauso vermittelt werden wie in Präsenzberatungen. Manchmal werden Beziehungen im Online-Setting sogar als etwas besser erlebt, da KlientInnen sich offener zeigen und weniger Hemmungen haben, über intime Themen zu sprechen. 

Wichtiger Hinweis: In Deutschland sind die Begriffe „Berater“ und „Coach“ rechtlich nicht geschützt. Das bedeutet, dass sich prinzipiell jede Person ohne formelle Qualifikation so nennen und entsprechende Dienstleistungen anbieten kann. Für Kunden ist es daher wichtig, bei der Auswahl von Beratern oder Coaches auf Referenzen, Qualifikationen und transparente Angebote zu achten.